WSI: Die Kapitalrente gefährdet Wachstum und Arbeitsplätze
Die geplante Kapitaldeckung der Rente könnte einer Analyse zufolge hunderttausende Jobs kosten. Dabei ließe sich die Rente auch anders stabilisieren.
Die geplante Kapitaldeckung der Rente könnte einer Analyse zufolge hunderttausende Jobs kosten. Dabei ließe sich die Rente auch anders stabilisieren.
Verteidigung boomt, der Rest muss sparen: Der Haushaltsentwurf 2027 zeigt, wohin fast jeder zusätzliche Euro fließt.
Die Ökonomin Camille Logeay saß in der Rentenkommission, die Reform soll nun kommen. Im Interview erklärt sie die Chancen und Risiken einer Kapitaldeckung.
»Kompromisse« sind kein Selbstzweck, solange die Grundrichtung falsch ist. Das sollte die SPD verstehen, bevor sie sich selbst abschafft.
Solange Mieterschutz und Mietpreisregulierung fehlen, ist das Wohngeld für 1,2 Millionen Haushalte überlebenswichtig. Doch nun soll dort gespart werden.
Die langfristige Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung wird mit einer riskanten und teuren Kapitalrente erkauft. Die solidarische Umlage wird zurückgefahren.
Löhne erhöhen, Preise stabilisieren – reicht das, um den Rechtsruck zu stoppen? Antifaschistische Wirtschaftspolitik greift zu kurz, solange sie Care-Arbeit ignoriert.
Die Mehrheit der Wirtschaftsweisen unterbreitet im Frühjahrsgutachten radikale Vorschläge für Renten- und Pflegeversicherung. Umverteilung von unten nach oben und soziale Härten wären die Folge.
Nach der Reform ist vor der Reform: Die Sozialstaatskommission hat vorgelegt. Doch der eigentliche blinde Fleck bleibt.
Der Sozialstaat sichert normale Lebensrisiken ab. Wer hier kürzen will, trifft genau jene Mitte, die er zu schützen vorgibt.
Eine aktuelle Berechnung zeigt: Fünf Millionen Rentnerinnen und Rentner dürften bald in die Armut rutschen. Die hohen Mieten verschlimmern das noch.
Die gesetzliche Rente schützt schon heute nicht vor Altersarmut. Statt das zu ändern, will Merz sie zur »Basisabsicherung« zurückstufen – und den Rest dem Finanzmarkt überlassen.
Damit mehr Menschen gesund bis zur Regelaltersgrenze arbeiten können, braucht es bessere Rehaangebote.
Statt der Förderung der Finanzwirtschaft, braucht es einen staatlichen Rentenfonds für den sozialen Wohnungsbau.
Viele können sich den Platz im Pflegeheim nicht mehr leisten. Eine Reform ist dringend nötig – ohne bei den Löhnen der Pflegekräfte zu sparen.
Das geplante Altersvorsorgereformgesetz ist ein teures, unsoziales Projekt zur Freude der Finanzwirtschaft.